Lieblingsplätze: Botanischer Garten in Kassel

Ich möchte euch einen meiner Lieblingsplätze in Kassel vorstellen: den botanischen Garten in der Bosestraße. Zum Spazieren gehen ist es sogar mein Top Lieblingsplatz.

Der botanische Garten liegt in Wehlheiden, oberhalb vom Park Schönfeld. Er ist zu den Öffnungszeiten frei zugänglich und wartet mit vielen Überraschungen auf. Er ist sehr abwechslungsreich gestaltet und bietet auch für den Besuch mit Kleinkind attraktive Bereiche. Rosengarten, Heilkräutergarten, Kakteenhaus, Teich und Wasserbecken sowie ein kleiner Spielplatz liefern ausreichend Raum für spannende Entdeckungen. Die Wege sind so gestaltet, dass ich Bubele meist gut alleine laufen lassen kann. Treppen sind nur wenige vorhanden, sodass ich nur bei den Wasserbecken besonders vorsichtig bin. (Und im Kakteenhaus natürlich, denn da sind ein paar große Exemplare gepflanzt mit beeindruckenden Stacheln.) Außerdem gibt es ein paar Sitzgelegenheiten und ein Büchertauschregal (nach 200m auf der Allee rechts).

Gerade im Frühsommer lässt sich natürlich die ganze Pracht bestaunen, wobei bis in den Herbst hinein viel blüht und alles schön bunt ist. Auch im Winter ist der Garten geöffnet, ist dann allerdings (wie der Rest auch) relativ trist und braun/grau. Macht aber nichts, wenn man ein paar Schritte gehen möchte und den Spielplatz im hinteren Bereich ansteuert. Der ist zwar nicht sonderlich groß, hat aber alles, was für die Unterhaltung eines Kleinkindes notwendig ist: Rutsche, Wipptier, Schaukel und einen kleinen, schattigen Bereich mit Sand. Die Rutsche finde ich übrigens richtig klasse, gerade wenn die Kinder gerade laufen gelernt haben und nun ihre eigenen Rutschversuche üben. Das ist hier ohne Bedenken möglich, nicht zu steil und auch die Treppe nach oben ist gut zu bewältigen.

Die ruhige Stimmung, freundliche Gestaltung und die vielen Eindrücke für Nase und Augen entspannen mich immer sofort. Wenn man mal nicht so viel Zeit hat oder alleine etwas Ruhe und Grün sucht, wird man hier auf jeden Fall fündig.

Noch mehr Infos zum botanischen Garten und dort stattfindende Veranstaltungen findet ihr auf der Website vom Förderkreis: http://www.botanischer-garten-kassel.de

Öffnungszeiten:
01. Februar bis 31. März 8.00 – 18.00 Uhr
01. April bis 30. September 8.00 – 20.00 Uhr
01. Oktober bis 15. November 8.00 – 18.00 Uhr
16. November bis 31. Januar 08.00 – 15.30 Uhr

Öffnungszeiten Kakteenhaus
Montag – Donnerstag 7.30 – 15.00 Uhr
Freitag 7.30 – 12.00 Uhr
Sonntags 14.00- 17.00 Uhr

Parken ist vor Ort kein Problem, am besten etwas unterhalb auf dem Parkplatz.

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Ausgehen mit Baby und Kleinkind – Heute: Das Kindercafé Mausebär

Wenn ich es mir (vergleichsweise) leicht machen möchte, aber trotzdem nicht auf einen leckeren Kaffee und eine heiße Waffel verzichten möchte, gehe ich gerne in eins der Kindercafés in Kassel. Auch für ein Frühstück oder ein Treffen mit anderen Mamas bietet sich dieses Café an, vorallem wenn die Wohnung mal wieder nicht gästetauglich ist 😀 oder wir einfach mal wieder raus wollen. Und ganz ehrlich: für mich ist es in den meisten „normalen“ Cafés einfach stressig mit einem Kleinkind, dass maximal 5 Minuten in seinem Kinderstuhl sitzen möchte.

Deshalb stelle ich euch in diesem Beitrag das Kindercafé Mausebär in Kassel Wilhelmshöhe vor.

Die Räumlichkeiten sind schön groß und einigermaßen übersichtlich. Ausgestattet mit bunten Stühlen, Sesseln und weißen Tischen hat die Besitzerin eine schöne Mischung aus modern und ansprechend gewählt. Ich hatte bisher immer das Glück sofort einen Platz zu bekommen, auch wenn wir in einer größeren Runde dort waren. Der Bereich am großen Fenster ist besonders nett mit den ganz kleinen Babys, da man auf einem Podest sitzen kann und die Babys bequem dazulegen kann. Im hinteren Bereich sind ein Bällebad, Klettergerüst mit Rutsche, und ein Spielhaus aufgebaut, also eher interessant für die Krabbel- und Laufkinder. Natürlich ist auch noch weiteres Spielzeug vorhanden, diverse Kuscheltiere, Schaukelpferd, Puzzle, Bücher und eine kleine Holzeisenbahn. Der Zustand der Spielsachen ist unterschiedlich, von „bespielt aber gut in Schuss“ bis zu „könnte demnächst mal ausgetauscht werden“ ist alles dabei. Bubele hat das natürlich nie etwas ausgemacht, der hat meistens großen Spaß alles auszutesten.

Das kulinarische Angebot ist für meinen Geschmack angemessen und ausreichend gut. Es gibt einiges für die kleinen (Obst, Reiswaffeln und Joghurt) und für die großen Schleckermäuler (Kuchen, Waffeln, Suppe und leckeren Kaffee aber auch Tee und Säfte).

Einziges Manko: Es kann voll und dann auch sehr laut werden. Ist ja nicht verwunderlich, immerhin gehe ich ja selbst dort hin, um Bubele möglichst selbstständig agieren zu lassen und dazu gehört dann auch, dass es lauter werden kann. Vormittags sind zum Beispiel eher die kleineren Kinder da, ab dem frühen Nachmittag wird es dann eher voll und trubelig.

* Da ein Hinweis zu Wickelplatz und Toiletten irgendwie oben nicht mehr zwischen Waffeln und Spielzeug gepasst hat, folgt an dieser Stelle der Nachtrag. Alles vorhanden und gutu ausgestattet. Meine Erfahrung ist, dass die Räume auch alle einigermaßen gut sauber sind (wenn sie so hinterlassen wurden).

Die Spielgebühr beträgt € 1,50 für Kinder ab 1 Jahr.

Aktuelle Öffnungszeiten findet ihr auf der Facebookseite, ein Blick lohnt sich vor allem am Wochenende, da das Café auch für Geburtstage gemietet werden kann und ich am Wochenende schon das eine oder andere Mal von einer verschlossenen Türe stand. Mehr Infos und Bilder aus dem Café findet ihr auf der Website des Mausebär.

 

Hier findet ihr das Kindercafé Mausebär:

Wilhelmshöher Allee 261, 34131 Kassel

Parken kann man rund um das Café. Direkt davor sind kostenpflichtige Parkplätze vorhanden. Wer das Geld lieber in Kuchen investiert, findet in den umliegenden Seitenstraßen meistens auch eine Parkmöglichkeit (Richtung Hotel Schweizer Hof/Kunoldstraße).

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln seid ihr zu Fuß schnell am Café. Unter  Minuten sind es vom Bahnhof Wilhelmshöhe oder den Straßenbahnstationen Kunoldstraße (Linie 1), Rolandstraße (Linie 7).

Vielleicht sehen wir uns ja mal dort?!

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Babysignal – Kommunizieren mit Gebärden

In diesem Beitrag möchte ich euch von meinen Erfahrungen mit Babysignal berichten. Als Bubele 9 Monate alt war, haben wir unseren ersten Kurs bei Nicole Stagl besucht. Die Infos und das Kurskonzept stelle ich euch in einem separaten Beitrag noch vor.

Schon als Bubele wenige Tage alt war, hatten wir den Eindruck, dass er sehr aufmerksam seine Umgebung beobachtet. So war es für mich im Kurs dann nicht verwunderlich, dass er sehr früh angefangen hat, intensiv auf unsere Hände zu achten. Die Babys finden heraus, dass wir als Eltern mit den Händen das Gesagte unterstützen und erwarten nach einiger Zeit eine Rückmeldung über unsere Hände. Diese vermeintliche Kleinigkeit ist schon der erste Schritt zum eigenen Gebärden. Im Kurs selbst waren alle Kinder immer sehr interessiert an den Liedern und Gebärden, die sie gezeigt bekommen haben. Alles wurde ansprechend und altersgerecht gestaltet, sodass sowohl Babys als auch Eltern immer viel Spaß in der Kursstunde hatten.

Ziel des Grundkurses ist es, die Freude am Gebärden zu wecken. Da dies am besten mit Gebärden geht, die für die Babys ansprechend sind, haben wir viele Tiere und Alltagssituationen gebärdet (Hund, Katze, Maus, drehen, Musik aber auch die Gebärden für Trinken, Essen und Schlafen, um einige Beispiele zu nennen). Die ersten Gebärden die wir zu Hause übernommen haben waren „komm hoch“, „hallo“, „tschüss“, „Hubschrauber“ (der fliegt bei uns täglich) und „Musik“. Es ist sehr gängig, vor allem wenn die Babys bei Kursbeginn noch recht jung sind (unter 8 Monaten), dass es dauert, bis sie selbst anfangen zu gebärden. Ich habe natürlich sehnsüchtig gewartet und bin dran geblieben. Und es hat sich gelohnt! Bei uns hat es ca. 10 Wochen gedauert, bis Bubele das erste Mal seine Fingerchen zur Musik bewegt hat. Kurz danach folgte die Gebärde für Hubschrauber.

Wir haben am Anfang tatsächlich nicht viel gebärdet. Ich musste mich täglich neu erinnern, dass ich zusätzlich die ausgewählten 5-10 Gebärden verwende und es gab auch Tage, da wurde bei uns kaum gebärdet. Bubeles Papa hat immer mal wieder eine Gebärde übernommen. So richtig mitgemacht hat er dann, als Bubele angefangen hat zu gebärden (und der erste Erfolg sichtbar war). Diese Erfahrung haben mir andere Mamas auch berichtet. Ich gebe gerne zu, dass auch bei mir die Motivation erst richtig groß war, als ich gesehen habe, dass das Konzept „funktioniert“.

Die weiteren Gebärden aus Bubeles Gebärdenschatz (heute, mit fast 18 Monaten kennt er über 20 Gebärden und verwendet die meisten selbst), kamen meistens Schubweise. Es gab Wochen, da habe ich richtig gemerkt, wie er die Gebärden aufsaugt und versucht zu imitieren. Diese Zeit habe ich dann immer ganz intensiv genutzt. So können wir kommunizieren, obwohl Bubele erst wenige Worte spricht. Das schönste ist für mich dabei, dass ich verstehe, wenn er mit etwas zeigen möchte und ich darauf eingehen kann. Zumindest in der Kommunikation hat das bisher die Entspannung ermöglicht, die ich mir dafür gewünscht habe.

Neugierig wie es weiter geht? Seit kurzem besuchen wir den Aufbaukurs. Bald gibt es also einen weiteren Bericht…

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