Mr. T: Schwangerschaftskomplikationen, Frühgeburt und was sonst dazu gehört

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Heute wird Mr. T bereits zwei Jahre alt. Wie die Zeit doch verfliegt. Zu diesem Anlass möchte ich mal etwas zu seiner Schwangerschaft und die Zeit danach schreiben, denn dabei verlief nicht unbedingt alles nach Plan. Mr. T kam in der 31. Schwangerschaftswoche (30+2) also etwa 10 Wochen zu früh zur Welt. Mit diesem Beitrag möchte ich gern anderen Mamis Mut machen, die vielleicht selber gerade in der gleichen Situation sind. Der Beitrag wird allerdings ziemlich lang, daher versuche ich ein paar sinnvolle Absätze zu schaffen, damit man auch zwischendrin einfach aufhören und wieder einsteigen kann.

Frühschwangerschaft

Schon am Anfang der Schwangerschaft bekam ich Blutungen, was mir schon da große Sorgen bereitete. Zwischen dem Schwangerschaftstest und meinem ersten Frauenarzttermin lagen, ich glaube, zwei oder drei Wochen. Anfangs bildete ich mir ein, dass es noch normal wäre. Da die Blutungen aber länger als eine Woche anhielten, bin ich doch in eine Klinik gefahren, um das Ganze prüfen zu lassen. Da war die Dame vom Empfang schon sehr unangenehm. Sie wollte meinen Mutterpass, den ich ja noch nicht hatte, und meinte dann, woher ich denn überhaupt wüsste, dass ich schwanger wäre. Aber sie sagte das so abfällig als wenn ich ein bisschen dümmlich wäre. Ähm…weil ich einen Schwangerschaftstest gemacht habe? Na ja egal…am Ende kam raus, dass ich wirklich schwanger bin und die Blutungen nicht aus der Gebärmutter kamen, also alles gut. Die Blutungen hörten aber nicht auf weswegen ich bis zum Ende des dritten Monats schwangerschaftserhaltende Hormone bekam. Damit sind die Blutungen auch verschwunden, also Gefahr gebannt 🙂 Ansonsten hatte ich allerdings keinerleit Beschwerden, keine Übelkeit oder schlimmeres.

Zweites Trimester – Einweisung ins Krankenhaus

Anfang der 28. Schwangerschaftswoche (27+0) kam ich ins Krankenhaus. Ich hatte schon die Wochen davor immer einen sehr harten Bauch, verspürte einen Druck nach unten und hatte so einen Schmerz, der immer in den Rücken zog. Zudem hatte ich sehr oft das Gefühl, dass ich auf die Toilette muss, war aber nicht der Fall. Nun im Nachhinein weiß ich, dass ich vorzeitige Wehen hatte. Aber damals dachte ich mir, hab dich mal nicht so. Das sind wahrscheinlich normale Schwangerschaftsbeschwerden. Ich hatte ja während dieser Schwangerschaft ansonsten keinerlei Beschwerden, keine Übelkeit, keine Heißhungerattacken oder sonst noch etwas. Außer in den ersten Wochen Blutungen, weswegen ich anfangs schwangerschaftserhaltende Hormone nahm.

Also an dem besagten Dienstagabend (27+0) habe ich abends Blutungen bekommen und meinte dann zu meinem Mann, dass wir vielleicht doch ins Krankenhaus fahren sollten. Da waren wir übrigens gerade erst den Abend vorher zur Kreißsaalbesichtigung. Die Hebamme dort machte mir auch noch keine Angst und auch der behandelnde Arzt, der scheinbar auch der Chefarzt war, machte einen sehr entspannten Eindruck. Er nahm mich auch lieber mit in sein Büro und Behandlungszimmer, weil dort wohl das Ultraschallgerät besser wäre. Er hat sich sehr viel Zeit für den Ultraschall genommen und zeigte mir alles ganz genau, außer das Köpfchen, denn das lag schon zu tief zum Schallen. Er machte aber dafür Bilder von Mr. T’s Fuß und von seinem besten Stück ;). Danach ging es auf den Stuhl und er wollte sich den Muttermund anschauen. Hier kippte die Stimmung. Der Arzt war plötzlich völlig aufgelöst, weil da so viel Blut war, sodass er wohl nichts erkennen konnte. Er meinte auch, dass mein Muttermund schon 2 cm geöffnet wäre und ich direkt in ein anderes Krankenhaus verlegt werden müsste, das eine Frühchenstation hat. Hier kippte auch bei mir die Stimmung und ich bekam Schmerzen, die für mich doch sehr schwer auszuhalten waren… Wehen eben. Der Arzt verabreichte mir noch kurz vor Abfahrt eine Spritze zur Lungenreife des Babys, denn die war noch nicht bereit um nach der Geburt auch zu funktionieren. Außerdem kam ich direkt an einen Tropf mit einem Wehenhemmer, der leider nicht so schnell anschlug, sodass ich im Krankenwagen noch ziemliche Schmerzen aushalten musste. Auch im neuen Krankenhaus hat es noch die halbe Nacht gedauert bis die Ärzte meine Wehen in den Griff bekamen. Ich kam dort direkt ans CTG und bekam einen anderen Wehenhemmer. Durch diesen bekam ich allerdings ziemliches Herzrasen und fühlte mich sehr schlapp. Aber nach ein zwei Tagen hatte sich mein Körper daran gewöhnt.

Als die Wehen über Nacht zurückgingen, kam ich vom Kreißsaal auf die Entbindungsstation. Dort kam dann auch ein Kinderarzt zu mir, der mich darüber aufklärte, was passieren könnte und würde, wenn mein Kind nun schon auf die Welt käme. Das Gespräch war sehr gut und er konnte mir auch ein paar Ängste nehmen.

Außerdem bin ich noch fest davon ausgegangen, dass schon alles noch gut geht. Später wurde mir noch gesagt, dass wenn ich nach etwa einer Woche keinen Wehenhemmer mehr benötigen würde, der Muttermund operativ verschlossen werden könnte und ich dann sogar wieder nach Hause und auch arbeiten gehen könnte. Diese OP nennt man Cerklage. Ab dem Moment stand für mich fest, alles wird gut und ich komme schwanger wieder aus dem Krankenhaus.

Den Dienstag darauf war es soweit, ich bekam meine OP und war guter Dinge am Freitag das Krankenhaus verlassen zu können. Eine Komplikation, die bei der OP hätte passieren können, war, dass meine Fruchtblase perforiert wird und dadurch platzt. Aber meine Mama machte mir Mut und meinte, dass wir in unserer Familie extrem feste Fruchtblasen hätten und die immer hätten geöffnet werden müssen. Also alles klar, da würde nichts passieren. Und so war es auch. Die OP verlief komplikationslos.

Wenn es einmal läuft – Blasensprung und die Zeit danach

Aber am nächsten Tag machte es trotzdem flatsch. Die Fruchtblase war wohl geplatzt und ich dachte mir, das kann doch wohl jetzt nicht wahr sein. Leider hatte ich aber auch noch immer Blutungen, weswegen nicht mit Sicherheit festgestellt werden konnte, ob ich nun wirklich einen vorzeitigen Blasensprung hatte oder nicht. Denn der Test springt auf Fruchtwasser und Blut an. Aber nach ein paar Tagen war dann doch klar, die Blase ist geplatzt. Ab jetzt hieß es, jeden Morgen Blut abnehmen, um meine Entzündungswerte zu checken, da die Infektionsgefahr beim Kind nun stieg, und nur noch Liegen. Und natürlich durchhalten! Ich habe echt alles getan. Ich habe nur noch gelegen, sogar beim Essen. Mein Becken wurde hochgelagert, damit das Fruchtwasser drin bleibt. Auf Süßigkeiten habe ich verzichtet, weil das süße Milieu Bakterienwachstum begünstigt. Und duschen dürfte ich auch nur noch 1x die Woche und das war wirklich Horror im Sommer!

Ich weiß nicht mehr wann genau, aber ich hatte dann nochmals trotz Wehenhemmer Wehen und weiterhin meine Blutungen. Die haben sie im Krankenhaus nie in den Griff bekommen. Kein Arzt hat herausgefunden, wo das Blut nun herkommt. In der Zeit habe ich mit jeder Wehe viel Blut verloren und der Wehenhemmer hatte nicht mehr angeschlagen. Nun gab es noch eine Möglichkeit. Ich konnte ein Medikament gegen Rheuma nehmen, das als „Nebenwirkung“ Wehen hemmt, aber eben dafür nicht zugelassen ist. Aber es war die letzte Möglichkeit, also nahm ich natürlich auch dieses Medikament, welches zum Glück anschlug. Aber ich hatte bereits extrem viel Blut verloren, also bekam ich sogar eine Bluttransfusion.

Das Kind wird geholt

Danach hielt ich noch ein paar Tage durch, doch dann stiegen leider meine Entzündungswerte. Ich hatte mir irgendeinen Keim (Serratien) eingehandelt, der wieder Wehen auslöste, trotz Wehenhemmer auf höchster Stufe. Um zu verhindern, dass Mr. T sich auch infiziert, musste er dann schlussendlich in der 31. Schwangerschaftswoche (30+2) geholt werden. Als mir das gesagt wurde, ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Ich war mir sicher, ich schaffe es am besten bis zum ET. Wobei er wohl eh mit 34+0 geholt worden wäre, wegen dem Blasensprung. Aber es hat mich fertig gemacht, dass ich ihm nicht mehr Zeit verschaffen konnte. Und dann auch noch der Kaiserschnitt, den ja eher weniger Mamis planen. Die Ärztin meinte jedoch, dass man nicht wüsste, wie lang jetzt noch die Geburt dauern würde und es zu viel Stress für Mr. T wäre.

Also wurde der OP vorbereitet und Mr. T wurde abends kurz vor 19 Uhr geholt. Leider wurde er auch direkt ins Nebenzimmer gebracht, wo sich die Kinderärzte um ihn kümmerten. Ich konnte ihn also nicht in den Armen halten geschweige denn überhaupt sehen. Man hat ihn nur Schreien hören, was ja schon mal beruhigend ist, weil er ja anscheinend am Leben war. Ich kam danach erst in den Aufwachraum und wurde danach auf die Gynäkologie verlegt. Sascha dürfte aber dann noch mit auf die Intensivstation und Mr. T sehen und auch anfassen. Er hat mir dann noch Bilder geschickt, damit ich zumindest weiß, wie er aussieht.

Der nächste Tag war für mich dann auch wirklich hart. Ich hatte keine Kraft aufzustehen und extreme Schmerzen von dem Kaiserschnitt. Gegen Mittag wurde ich dann zum Aufstehen gezwungen, damit mir der Blasenkatheter gezogen werden konnte. Auf dem Weg zur Toilette wurde mir dann auch direkt schwarz vor Augen. Mein Kreislauf war völlig im Eimer.

Und dann kam der Besuch. Meine Ex-Zimmergenossin hat mich aufgesucht sowie die Physiotherapeutin, die mich täglich massiert hatte und auch eine der Schwestern von der alten Station. Alle fragten natürlich nach Mr. T und ob ich ihn schon gesehen hätte, aber das musste ich leider immer verneinen. Denn ich war ja völlig hilflos und konnte mich keine 10 m bewegen. Erst als dann Sascha gegen 16 Uhr zu Besuch kam, nahm er mich mit zur Intensivstation und ich konnte Mr. T zum ersten Mal sehen. Anfassen dürfte ich ihn leider nur mit Handschuhen, wegen diesen blöden Serratien. Das blieb auch bis zum Ende so, dass mir der Haut-zu-Haut-Kontakt untersagt wurde. Das war für mich wirklich sehr schlimm und vor allem auch irgendwann nicht mehr nachvollziehbar. Ich wurde ja dagegen behandelt und sollte dementsprechend irgendwann „keimfrei“ sein.

Die Intensivstation

Mr. T hat sich aber von Anfang an sehr gut gemacht. Er war mit 43 cm und 1850 g schon sehr groß und schwer. Die Schwestern munkelten schon, dass er bestimmt am Ende der Schwangerschaft ein riesen Baby mit 4 kg gewesen wäre. Er bekam auch nur in der ersten Nacht eine Atemhilfe. Ansonsten musste das Gehirn nur mit Coffein stimuliert werden, damit er das Atmen nicht vergisst. Er nahm von Anfang an schön zu und es gab eigentlich nie Probleme, und wenn waren sie für mich meist Lappalien. Zum Beispiel Meinte eine Ärztin, dass er ja so schlecht trinken würde, das müsse sich unbedingt ändern. Das waren ein oder zwei Tage nachdem er überhaupt das erste Mal die Flasche bekam. Ansonsten wurde ihm die Milch immer nur sondiert. Also, dass er das noch nicht direkt konnte, war für mich ganz klar und überhaupt nicht schlimm.

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Allerdings muss ich ganz klar sagen, war es schon sehr komisch. Man hat ein Kind, aber man darf es nur zu bestimmten Besuchszeiten sehen. Und selbst wenn man da ist, kann man die Kleinen ja nicht so einfach auf den Arm nehmen. Auch wenn sie schreien, kann man nicht immer für sie da sein und man weiß aber auch, dass die Schwestern nicht sofort springen können…eine wirklich schlimme Vorstellung für mich. Einmal täglich dürften wir känguruen. Dabei wird das Kind nackt auf die ebenso nackte Brust der Eltern gelegt. Ansonsten lag er im Inkubator und man konnte nur die Hände auflegen. Das Känguruen hat viele Vorteile für die Entwicklung des Frühchens, die Bindung wird gestärkt und bei Mamas hilft es auch der Milchbildung. Da ich ja nun leider nur in Vollvermummung (Kittel und Handschuhe) an mein Kind durfte, hat Sascha das Känguruen größtenteils übernommen. Wenn vor allem der Haut-zu-Haut-Kontakt wichtig ist, machte es ja keinen Sinn ihn auf meinem Kittel liegen zu haben. Erst als er in ein Wärmebettchen kam, konnten wir ihn jederzeit auf den Arm nehmen.

Auch an die vielen Kabel und Schläuche musste man sich erst gewöhnen. Aber vor allem musste man sich klar machen, dass auch wenn dieses kleine Wesen zerbrechlich aussieht, es das nicht ist. Für die Kinder ist es wichtig, richtig angepackt zu werden. Das gibt ihnen ja auch Sicherheit. Daher wurden wir auch direkt in die Versorgung eingebunden. Am Anfang hieß das nur die Windeln zu wechseln und Temperatur messen. Später kam dann noch das Füttern und Medikamente geben hinzu. So waren dann auch wir startklar und fühlten uns sicher im Umgang mit unserem Sohn.

Zum Glück war Mr. T sehr schnell fit und konnte statt nach erst angenommenen zehn Wochen bereits nach fünf Wochen nach Hause. Er entwickelt sich weiterhin ganz toll und wir sind wirklich sehr stolz auf unseren kleinen Kämpfer, der heute schon zwei Jahre alt wird! Es war wirklich eine Zeit, die man sich kein zweites Mal wünscht. Aber was ich mir immer sage, was sind schon 5 Wochen im Vergleich zu seinem restlichen Leben.

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Wertschätzende Kommunikation mit Kindern: So widersprüchlich kommunizieren (wir) Eltern

„Iss noch etwas!“    –    „Schling nicht so!“

„Beeil dich!“   –    „Warte, nicht so schnell!“

„STOP, das darfst du nicht!“    –    „Mach doch mal allein!“

„Sag: ‚Hallo‘, ‚Bitte‘, ‚Danke‘!“    –    „Pst, sei leise!“

„Bleib auf deinem Stuhl sitzen!“    –    „Sei doch nicht so faul!“

Ganz ehrlich, wenn mit mir jemand so sprechen würde, ich würde AUSRASTEN! Abgesehen davon, dass sich die Aussagen (eigentlich sind es sogar Befehle) von (uns) Eltern ganz häufig widersprechen, sind sie sowas von oben herab formuliert, dass man sich dabei nur klein und unsicher fühlen kann. Ist das nicht traurig? Immer wieder beobachte ich, wie viele Kinder solche oder ähnliche Sätze hören, oft zviele Male am Tag. Komischer Weise sind (wir) Eltern dann auch noch überrascht, wenn dieses Kind, was womöglich gerade seine Autonomie kennenlernt, verteidigt und entwickeln MUSS, einen Wutanfall bekommt???? Sorry Leute, aber das kapier ich nicht!

Ich weiß, das greift jetzt die eh schon gestressten Eltern an. Das Kind ist nämlich so anstrengend zur Zeit und will sich gar nicht benehmen. Das artet aus, wenn man (wir) nicht eingreifen. Ja, und?

Mal ganz ehrlich, wo liegt denn wirklich das Problem? Kein Mensch hat verdient, dass in einem solchen Befehlston mit ihm gesprochen wird. Kein Mensch hat Lust darauf, sich herumkommandieren zu lassen. Vor allem aber: Kein Kind kann sich entwickeln, wenn es ständig bevormundet wird. Kein Kind kann Kind sein und ohne Manipulation groß werden, wenn es nicht Kind sein darf. Wenn es nicht ausprobieren darf, entscheiden darf und bestimmen darf – über sich und seinen Körper.

Wenn (wir) Eltern das verstanden haben, ist es an der Zeit, auch die Kommunikation anzupassen. Unsere Kinder nicht mehr anders (schlechter) zu behandeln als unsere erwachsenen Mitmenschen. Wertschätzende Sätze zu formulieren, hin zu schauen und zu begleiten. Anstatt zu formen und zu „fördern“, denn das ist viel zu oft leider gegen die Natur der Kinder.

Mit diesen Tipps wird unsere Kommunikation wertschätzender (ob mit Kind oder Erwachsenen):

  • Ich-Botschaften formulieren (zum Beispiel: „Ich möchte jetzt gehen.“ „Ich möchte das nicht.“)
  • In die Situation des Kindes versetzen und nachvollziehen. („Ich verstehe dich.“) Achtung: Sehr schwierig, da wir selbst häufig diese Sätze gehört haben und schon manipuliert sind!
  • Die eigenen Gefühle benennen. („Ich bin so müde.“ Bitte bedenkt aber: Kleine Kinder können mit dem Inhalt der Aussage noch nichts anfangen UND jeder Erwachsene trägt selbst die Verantwortung, sein Unwohlsein abzuschaffen und eine positive Beziehung zum Kind aufzubauen.)
  • Bewertungen streichen! („Das war aber nicht viel Brot.“, „Das war jetzt aber nicht nett.“) Warum auch positive Bewertungen und Lob nicht mehr dem aktuellen Stand einer kindgerechten Erziehung/Begleitung entsprechen, beschreibe ich demnächst mal in einem eigenen Beitrag.
  • Eventuell Fragen stellen, mit dem Kind gemeinsam eine Lösung finden ODER direkt die Entscheidung des Kindes akzeptieren. (Bitte vorher überlegen, ob ihr bereit seid dazu. Spricht etwas dagegen, oder nur ein „Das macht man so halt nicht.“? Der Schutz des Kindes geht natürlich immer vor!)

Die eigene Kommunikation wertschätzender zu gestalten, ist tatsächlich gar nicht so einfach. Immerhin kommunizieren wir im Alltag meistens, ohne vorher zu reflektieren, genau zu formulieren und in Stresssituationen rutscht dann doch wieder ein Befehl, eine Beleidigung oder Bewertung raus. Aber Übung macht auch hier den Meister 🙂

 

 

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Kinder Second Hand bei Busam in Zierenberg

Gestern war ich in Busam’s Bekleidungsmarkt in Zierenberg. Die haben nicht nur eine große Auswahl an Damen- und Herrenbekleidung, sondern auch eine große Kinder Second Hand Abteilung. Da ich für Mr. T öfters Second Hand Klamotten kaufe, wollte ich mal sehen, was es denn so „offline“ gibt und wie der Preis ist.

Busam’s Bekleidungsmarkt wird bereits  in der dritten Generation geführt und kann auf eine über 70 jährige Geschichte und Erfahrung zurückblicken. Seit 1987 befindet sich die Firma Busam‘s Bekleidungsmarkt GmbH in Zierenberg. Weitere Infos gibt es auf der firmeneigenen Webseite: http://busam.de/

Von außen muss ich ehrlich sagen, sieht der Laden für mich nicht so ansprechend aus, aber ich war sehr positiv überrascht, als ich den Laden betrat. Er ist riesengroß und auch super hell. Ich würde jetzt sagen und auch total aufgeräumt, aber es ist ja auch ein Bekleidungsfachmarkt. Ich dachte die ganze Zeit nur an Second Hand und Wühlen, aber die Damen- und Herrenabteilung besteht ja aus Neuware.

Weiter hinten ist dann noch mal ein extra Raum bzw. eher Saal (300 m²) mit Second Hand für Kinder. Es gab wirklich alles an Bekleidung von Stramplern, Hosen über Schlafsäcke, Kostüme bis hin zu Badesachen und auch Schuhen. Und vor allem auch sehr gut sortiert, nach Art der Bekleidung und dann nochmals nach Größe. Man kann also schnell finden, was man sucht. Die Marken variieren. Ich habe Bekleidung von bekannten Marken gesehen wie Steiff oder Alvi, aber vor allem Klamotten von H&M, C&A und Ernsting’s Family. Auch Sachen von Papagino (Aldi) oder Lupilu (Lidl) waren dabei, aber auch Marken, die mir nichts sagten, aber ich bin da auch nicht so bewandert. Also es war wirklich bunt gemischt.

Zudem gab es nicht nur Second Hand Sachen, sondern auch Spielzeug und davon eine ziemlich große Auswahl. Hier gab es auch von Babyspielzeug bis Brettspiele oder Puzzle für ältere Kinder so ziemlich alles. Auch die Preise waren gerechtfertigt!

Mein Fazit: Busam’s Second Hand für Kids ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Natürlich ist die Auswahl nicht so riesengroß, wie wenn man deutschlandweit online sucht, aber es ist nicht zu weit weg und man kann sich die Sachen direkt selbst anschauen.

Die Öffnungszeiten findet ihr auf der Webseite oder auch auf Facebook. Und so kommt ihr dort hin:

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Maike macht Homeoffice – oder auch nicht

#workingmom

Im Juli habe ich angefangen wieder zu arbeiten. Ganz reduziert, gerade mal 3 Stunden in der Woche sind es in der Regel, die ich an einem Nachmittag im Büro bin. Das lässt sich bei uns gut organisieren, Bubeles Papa kommt dann früher von seinem Job nach Hause und verbringt den Nachmittag mit dem Sohnemann. Soweit die Theorie 🙂 Wenn alles nach Plan läuft, der Papa sich einen Nachmittag freischaufeln kann, Bubele nicht in irgendeiner anhänglichen Phase steckt, dann funktioniert das bisher auch ganz prima.

Aber dann gibt es eben auch diese anderen Wochen, in denen es nicht nach Plan läuft. Zum Glück habe ich dann die luxuriöse Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Ich kann mir die Zeit aussuchen und selbst einteilen, wann ich wie viel mache. Vielleicht fragst du dich: „Wie kann sie sich die Zeit selbst einteilen? Sie hat ein 18 Monate altes Kind…“ Und genau das ist die große Herausforderung an der Geschichte.

Zur Zeit schläft Bubele mittags ca. 60-90 Minuten und abends ab 20:30 Uhr. Mir bleiben am Tag also zwei Zeitfenster, in denen ich alles erledigen kann, was zu erledigen ist und bei dem Bubele nun wirklich nicht helfen kann (zum Beispiel duschen, das Bad putzen und eben in Ruhe arbeiten). Und mir bleiben diese beiden Zeitfenster, um mich einfach nur hinzusetzen, auszuruhen, oder mich in Ruhe mit meinem Mann zu unterhalten und einen Beitrag für den Blog zu schreiben. Also muss ich immer abwägen, was gerade Vorrang hat, was dringender oder wichtiger ist. Da fallen die eigenen Bedürfnisse, wie auch sonst tagsüber, leider oft erst einmal hinten runter.

Tagsüber kann ich konzentriert arbeiten, wenn mich keiner „stört“. Das ist also quasi nicht möglich, wenn meine Männer zu Hause rumspringen. Die räumliche Situation lässt mir im Moment auch keine komfortabele Möglichkeit mich zurück zu ziehen. Deshalb habe ich meistens die Zeit am Abend genutzt. Ganz ehrlich? Da benötige ich dann einen extra Motivationsschub (tonnenweise Schokolade zum Beispiel 😀 ). Denn nach einem langen Tag bin ich abends wirklich erschöpft, müde und sehne mich nach „Hirn aus und Füße hochlegen“.

Da das Thema Homeoffice für mich bisher also nicht so richtig optimal umzusetzen war, ich aber in den letzten Monaten tatsächlich mindestens genauso viele Stunden von zu Hause wie im Büro gearbeitet habe, werde ich meine Organisation etwas anpassen. Ich werde Tipps zusammentragen, was gut funktioniert, mit Kind und auch ohne Kind. Und dann werde ich euch weiter berichten und meine Erfahrungen teilen.

Wenn jemand schon gute Tipps und Erfahrungen gesammelt hat, dann teilt sie doch gerne in den Kommentaren. Ich kann diese dann schon ausprobieren und mit einbeziehen. In diesem Sinne: Work hard, play hard … Bubele wird gleich wach. Ich wünsche euch einen erfolgreichen Tag!

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10 Fakten über Suzi und Maike

#10factsaboutme #kasselmamas

10 Fakten über Suzi

  1. Ich bin 28 Jahre jung.
  2. Ich habe einen großen Bruder.
  3. Ich wohne seit etwa 2012 im Speckgürtel von Kassel.
  4. Ich habe „Oecotrophologie“ (Ernährungs- und Haushaltswissenshaften; B. Sc.) in Fulda und „International Food Business and Consumer Studies“ (M. Sc.) in Fulda und Kassel studiert.
  5. Als Kind wollte ich immer Tierärztin werden, jedoch hat mich eine sehr anschauliche Reportage irgendwann davon abgehalten 😉
  6. Im Moment kann ich nicht ohne: meinen Mann.
  7. Ich möchte unbedingt wieder mehr Malen.
  8. Ich arbeite derzeit als Vollzeit-Mama in meinem kleinen Familienunternehmen 😉
  9. Das Mamasein hat mich im Allgemeinen verantwortungsvoller gemacht und ich bin ein klitzekleines bisschen weniger chaotisch.
  10. Ich habe vor meinem Studium ein Jahr als Au-Pair in den Niederlanden verbracht und auf zwei zauberhafte Kinder aufgepasst.

weiße Lücke

10 Fakten über Maike

  1. Ich bin 31 Jahre alt.
  2. Ich habe eine „kleine“ Schwester.
  3. In Kassel wohne ich seit 2006.
  4. Ich bin Diplom Berufspädagogin und habe ein Faible für Psychologie und Philosophie.
  5. Als Kind wollte ich immer nach Schweden auswandern (während meines Studiums habe ich sicherheitshalber auch zwei Semester schwedisch gelernt 🙂 ).
  6. Im Moment kann ich nicht ohne: Kaffee (am Morgen).
  7. Ich möchte unbedingt wieder mehr Yoga machen.
  8. Ich arbeite bei einer kleinen Beratungsfirma in Kassel (noch in der Elternzeit habe ich mit wenigen Stunden pro Woche wieder gestartet).
  9. Das Mamasein hat mich zu einem gelasseneren Menschen gemacht (zumindest in ein paar Einstellungsfragen). Wahrscheinlich würde mein Mann das aber anders sehen …
  10. Nächstes Jahr gehöre ich auch der Kategorie Dorfmutti mit Haus an – mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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