Babysignal – Kommunizieren mit Gebärden

In diesem Beitrag möchte ich euch von meinen Erfahrungen mit Babysignal berichten. Als Bubele 9 Monate alt war, haben wir unseren ersten Kurs bei Nicole Stagl besucht. Die Infos und das Kurskonzept stelle ich euch in einem separaten Beitrag noch vor.

Schon als Bubele wenige Tage alt war, hatten wir den Eindruck, dass er sehr aufmerksam seine Umgebung beobachtet. So war es für mich im Kurs dann nicht verwunderlich, dass er sehr früh angefangen hat, intensiv auf unsere Hände zu achten. Die Babys finden heraus, dass wir als Eltern mit den Händen das Gesagte unterstützen und erwarten nach einiger Zeit eine Rückmeldung über unsere Hände. Diese vermeintliche Kleinigkeit ist schon der erste Schritt zum eigenen Gebärden. Im Kurs selbst waren alle Kinder immer sehr interessiert an den Liedern und Gebärden, die sie gezeigt bekommen haben. Alles wurde ansprechend und altersgerecht gestaltet, sodass sowohl Babys als auch Eltern immer viel Spaß in der Kursstunde hatten.

Ziel des Grundkurses ist es, die Freude am Gebärden zu wecken. Da dies am besten mit Gebärden geht, die für die Babys ansprechend sind, haben wir viele Tiere und Alltagssituationen gebärdet (Hund, Katze, Maus, drehen, Musik aber auch die Gebärden für Trinken, Essen und Schlafen, um einige Beispiele zu nennen). Die ersten Gebärden die wir zu Hause übernommen haben waren „komm hoch“, „hallo“, „tschüss“, „Hubschrauber“ (der fliegt bei uns täglich) und „Musik“. Es ist sehr gängig, vor allem wenn die Babys bei Kursbeginn noch recht jung sind (unter 8 Monaten), dass es dauert, bis sie selbst anfangen zu gebärden. Ich habe natürlich sehnsüchtig gewartet und bin dran geblieben. Und es hat sich gelohnt! Bei uns hat es ca. 10 Wochen gedauert, bis Bubele das erste Mal seine Fingerchen zur Musik bewegt hat. Kurz danach folgte die Gebärde für Hubschrauber.

Wir haben am Anfang tatsächlich nicht viel gebärdet. Ich musste mich täglich neu erinnern, dass ich zusätzlich die ausgewählten 5-10 Gebärden verwende und es gab auch Tage, da wurde bei uns kaum gebärdet. Bubeles Papa hat immer mal wieder eine Gebärde übernommen. So richtig mitgemacht hat er dann, als Bubele angefangen hat zu gebärden (und der erste Erfolg sichtbar war). Diese Erfahrung haben mir andere Mamas auch berichtet. Ich gebe gerne zu, dass auch bei mir die Motivation erst richtig groß war, als ich gesehen habe, dass das Konzept „funktioniert“.

Die weiteren Gebärden aus Bubeles Gebärdenschatz (heute, mit fast 18 Monaten kennt er über 20 Gebärden und verwendet die meisten selbst), kamen meistens Schubweise. Es gab Wochen, da habe ich richtig gemerkt, wie er die Gebärden aufsaugt und versucht zu imitieren. Diese Zeit habe ich dann immer ganz intensiv genutzt. So können wir kommunizieren, obwohl Bubele erst wenige Worte spricht. Das schönste ist für mich dabei, dass ich verstehe, wenn er mit etwas zeigen möchte und ich darauf eingehen kann. Zumindest in der Kommunikation hat das bisher die Entspannung ermöglicht, die ich mir dafür gewünscht habe.

Neugierig wie es weiter geht? Seit kurzem besuchen wir den Aufbaukurs. Bald gibt es also einen weiteren Bericht…

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